Wie man permanent von deutschen Versicherungen im Ausland übers Ohr gehauen wird!

Einmal Röntgen kostet 2000 Dollar!

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In den Zeiten von Donald Trump ist es nicht so leicht über positive Dinge zu schreiben, weil dieser Perückenträger so viel Positives ausstrahlt wie eine schimmlige Orange – nachdem ein Traktor mehrfach drüber gefahren ist…

Dann ärgert einen noch die deutsche Krankenversicherung und schon ist der Tag gelaufen. Okay, meistens gehen wir dann erstmal Tennis spielen, bei schönstem Florida-Wetter, was die Stimmung in jedem Fall wieder aufhellt. Auf dem Tennisplatz fühle ich mich immer wie ein junger Welpe, der hinter einem gelben Ball herjagt und vergesse die grausame Welt um mich herum – und so spiele ich dann auch… ich bin mir nicht ganz sicher, ob das jetzt gut oder schlecht ist… 😉

Zurück zur deutschen Krankenversicherung in den USA… Versicherungen sind ja allgemein dafür bekannt sehr gerne viel Geld anzunehmen, aber auch dafür, im Versicherungsfall sehr ungern wenig davon wieder herzugeben.

So verhält sich das leider auch mit deutschen Krankenversicherungen im Ausland.

Als wir in die USA gezogen sind, mussten wir, weil wir in der deutschen Versicherung bleiben wollten, plötzlich den zweieinhalbfachen Beitrag bezahlen, was sich bei uns auf über 18.000 Euro pro Jahr summierte – bei trotzdem 3.000 Euro Selbstbeteiligung pro Person. Kris, meine Frau, und unsere Zwillinge wurden außerdem, aus versicherungstechnisch komplexen und langweilig zu erzählenden Gründen, bei der Allianz versichert, während Anjella, unsere Tochter, und ich bei der Axa versichert waren.

Nachdem wir jetzt fast 5 Jahre in den USA leben und sich die Rückerstattung von Arztrechnungen bei beiden Versicherung immer wieder als schwierig herausstellte, hatten wir uns entschlossen in eine amerikanische Versicherung zu wechseln.

Unter anderem auch deshalb weil der sogenannte ACA (Affordable Care Act), der von Obama ins Leben gerufen wurde, außer einer Krankenversicherungen zum erschwinglichen Preis für jedermann, auch garantierte, dass man nicht wie früher, beispielsweise bei schwerer Krankheit oder Arbeitslosigkeit seine Krankenversicherung verlieren konnte. Allein dafür hätte meiner Meinung nach jedermann Obama schon jede Mange Respekt zollen müssen, weil er nicht nur 20 Millionen damit zu einer KV verholfen hat, die vorher überhaupt keine Versicherung hatten, sondern auch weil die Gefahr, durch eine schwere Krankheit in den finanziellen Ruin getrieben zu werden – oder sogar wegen fehlender Behandlung bzw. Medikamente zu sterben, ein für alle mal vom Tisch war.

Dass Trump in seiner Anhängerschaft Stimmen damit gesammelt hat Obamacare zu widerrufen, lässt sich tatsächlich nur dadurch erklären, dass viele Menschen heutzutage einfach nicht mehr an echten Fakten interessiert sind. Gerne wird von den Gegnern auch angeführt, dass durch Obamacare die Beiträge der Normalversicherten gestiegen seien, was aber, bei genauer Betrachtung nicht der Wahrheit entspricht. Außerdem halte ich diese Argumentation in jedem Fall auch für ausgesprochen egoistisch.

Sollen die armen Leute, die sich keine Versicherung leisten können, doch einfach mal den Krebs ohne Versicherung bekämpfen… das ist kein Spaß, in den USA denken das so einige!

In jedem Fall hatten wir uns entschlossen in eine amerikanische Versicherung zu wechseln, um nicht weiterhin horrende Arztrechnungen, besonders teuer für Ausländer, aus der eigenen Tasche bezahlen zu müssen. Z.b. einmal Röntgen für schlappe 2.000 Dollar… was uns dann aus verletzungstechnischen Gründen gleich zweimal im letzten Jahr passiert ist.

Ende November hatte ich insofern gerade noch rechtzeitig eine gleich lautende Kündigung an unsere beiden Versicherungen, Axa und Allianz, versendet. Zuerst bekamen wir natürlich zwei Wochen lang, auch per Email, keinerlei Rückmeldung. Dann riefen wir beide Versicherungen an und wurden telefonisch darüber aufgeklärt, dass wir die notwendige deutsche Abmeldebestätigung nicht beigefügt hätten. Die Telefon-Hotline-Mitarbeiter von beiden Versicherungen meinten jedoch, dass wir diese Bestätigung einfach nachreichen könnten und unsere Abmeldung dann zum Zeitpunkt der Abmeldung in Deutschland erfolgen würde.

Tatsächlich hatten wir uns jedoch schon ein dreiviertel Jahr früher in Deutschland abgemeldet, weshalb das Ganze, so dachten wir ja ganz einfach sein dürfte.

Vorsorglich widerrief ich in meinem Schreiben auch die Einzugsermächtigung für beide Versicherungen, damit die 18.000 Euro nicht, einfach so, weiter von unserem Konto verschwinden konnten.

Nach ungefähr 5 Wochen warten, bekamen wir dann immerhin Bescheid von der Allianz, dass sie unsere Abmeldung akzeptieren würden und wir rückwirkend ab dem 1. Januar nicht mehr bei ihnen versichert wären. Okay, das dreiviertel Jahr seit dem Zeitpunkt der Abmeldung in Deutschland wurden uns nicht gutgeschrieben, aber damit hatte ich auch nicht ernsthaft gerechnet.

So weit so gut… 😉

Die Axa buchte jedoch, im Gegensatz zur Allianz, einfach mal frech trotzdem 10.000 Euro von unserem Konto ab und teilte erst auf telefonische Nachfrage mit, dass das Geld wieder zurück erstattet würde, sobald der Vorgang abgeschlossen sei.

Der Vorgang wurde aber nicht „abgeschlossen“. Anstatt dessen wurde uns online mitgeteilt, dass sie unsere Kündigung zum 31.12.2016 nicht akzeptieren würden und wir ein weiteres Jahr bei ihnen versichert sein müssten. Eine Begründung gab es dafür keine. Wozu auch, dass Geld (10.000 Euro) hatten sie ja schon abgebucht!

Ich setzte ein gepfeffertes Schreiben auf, dass ich das nicht akzeptieren würde und dass die Abbuchung ohne meine Zustimmung erfolgt sei. Ich drohte mit Anwalt und wollte eine Erklärung über ihre Zulassung als KV in den USA, ein Tipp eines Freundes, der meinte, dass seine französische Versicherung zuerst das Gleiche versucht, daraufhin aber klein beigegeben hätte. Natürlich setze ich eine Frist und teilte schon mal mit, dass ich nach Ablauf sofort einen deutschen Anwalt beauftragen würde.

Und die Antwort darauf? Natürlich gar keine… Man wird einfach mal ignoriert, was vielleicht dazu führt, dass man die 10.000 Euro, die man ohne Erlaubnis kassiert hat, behalten darf.

Logischerweise werde ich das Ganze jetzt mit einem deutschen Anwalt weiterverfolgen.

Allein schon die Tatsache, dass die Allianz, die Kündigung ohne Murren akzeptiert hatte, die Axa aber nicht, zeigt ja, dass da was nicht stimmt. Aber wären wir nicht bei zwei unterschiedlichen Versicherungen unter Vertrag gewesen, könnten wir diese unterschiedliche Behandlung des Vorgangs auch nicht vergleichen und würden glauben, dass es dafür vielleicht doch eine rechtliche Grundlage gäbe.

Ich werde weiter darüber berichten, ob und wann ich den Kampf gewonnen habe. Solange will ich aber schon mal alle Leser bitten, ihre Versicherung bei der Axa zu kündigen und als Grund „Familie Gabler / Gaebler / Gäbler“ anzugeben!

Die werden schon noch merken wozu wir Menschen gemeinsam alles in der Lage sind… 😉


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